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Als der Pädiater Roy Meadow im Fachblatt The Lancet im Jahre 1977 über das Krankheitsbild berichtete, tauchten weltweit einige hundert Fälle auf. Bereits an dieser Stelle hätte konstatiert werden müssen, dass vorerst die Krankheit existent sein müsse und letztendlich die Ursachenforschung beginnen kann.
Ein Paradebeispiel also für Ursache und Wirkung.
Sucht man nach Informationen im www so findet man vorerst viele Erklärungen, Desertationen etc. Es bedarf schon längerer Recherchen um festzustellen, Sir Madow könne eine psychiatrische Definitition eines neuen Krankheitsbildes ins Leben, um seiner selbst den erwünschten - weltweiten -Ruhm zu bescheren.
Einige Experten vermuten eine hohe Zahl von Fehldiagnosen des Münchhausen-Stellvertreter-Syndroms, vereinzelt wird die Existenz des Krankheitsbildes als solches bezweifelt.
Meadow musste sich 2004 einer Untersuchung durch die britischen Aufsichtsbehörden stellen, da ihm falsche Schlussfolgerungen in gerichtlichen Gutachten vorgeworfen wurden. Die Untersuchung bezog sich auf Gerichtsgutachten, die die Wahrscheinlichkeit von zwei Fällen von plötzlichem Säuglingstod in einer Familie beinhalteten. In England wurden daher 258 Fälle von Kindstötung (nicht speziell MBPS) neu aufgerollt, in denen er als Gutachter tätig war. Einige Urteile gegen angebliche Täterinnen wurden in der Folge aufgehoben. Meadow wurde 2006 wegen der fehlerhaften Analyse der statistischen Wahrscheinlichkeiten vom britischen General medical Council gerügt, seine vorherige Streichung aus dem medizinischen Register jedoch aufgehoben. In Deutschland kritisiert unter anderem die Leerander Niederlassung des Kinderschutzbundes Meadows Schlüsse als fragwürdig.
Wenn also Eltern bei ihren Kindern Krankheiten behandeln - schlimmstenfalls mit nichtkonservativen Mitteln - so wird sehr gerne MbP unterstellt. Eine umstrittene Krankheit kostet zig-fach intakte Eltern-Kind-Bindungen auch in der BRD. Dies zu diagnostizieren bedarf nicht einmal medizinischer/psychiatrischer Kenntnisse, da Sir Medow bereits in der Einfachheit seiner Aussagen dazu beitrug eine solch angenommene Störung zu einer regelrechten Hexenjagd werden zu lassen. Der Versuch in der BRD dieses Vorwegurteil zu elimenieren führt immer zum Sorgerechtsentzug!
Auf deutschem Boden ist der wohl bekannteste Krankheitsfall Petra Heller. Eine Borelliose-Erkrankung führt dazu, dass man der Mutter die krankmachenden Heilbehandlungen unterstellt, die ihr Sohn allerdings zwingend benötigt. Borelliose geht mit grossen Schmerzschüben einher; eine Mutter schützt ihr Kind vor Schmerzen und die Familie wird aufgrund der fatalen Diagnostik vor Jahren anhaltend auseinandergerissen.
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